Tür an Tür: Darf es auch mehr als eine Tasse Zucker sein?

Rund jeder zweite Nürnberger kennt seinen Nachbarn nicht, so die aktuelle Studie der Technischen Hochschule Nürnberg. Ich wohne seit vier Monaten in Nürnberg. Insgesamt acht Parteien wohnen mit mir in einem Aufgang.

Erst heute habe ich von Herrn Müller aus dem ersten Obergeschoss ein Paket für mich abgeholt. „Vielen Dank und einen schönen Abend noch“, schon war die Tür wieder zu. Nett war er, keine Frage. Aber was macht er beruflich oder ist er schon Rentner? Wohnt er allein, welche Hobbies hat er? Ich kenne ihn nicht. Auch von den anderen Nachbarn weiß ich fast nichts.

Mehr als 90 Prozent der Befragten gaben an, gern oder sehr gerne in ihrer Nachbarschaft zu leben. Doch etwa die Hälfte der Befragten hat keinen näheren Kontakt zueinander. Im Zeitalter des Smartphones ist jeder und zu jederzeit online. Die große weite Welt ist jederzeit abrufbar. Am Ende fehlt die Zeit und vielleicht auch die Lust sich mit seinem Nachbarn auszutauschen. Und wenn Ihnen beim nächsten Kuchen backen der Zucker ausgeht, gehen Sie statt zum Supermarkt um die Ecke doch einfach zu ihrem Nachbarn.
Und dann revanchieren Sie sich am Ende mit einem Stück von ihrem selbstgebackenen Kuchen. Denn manchmal darf es auch mehr als eine Tasse Zucker sein.

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